What a Peeling!

05.01.2020 | Naturkosmetik, Vegane Kosmetik

Peeling kennt ja irgendwie jeder: Man nimmt was Krümeliges und vermischt es mit was Cremigem – schabt angenehm auf der Haut und man fühlt sicher hinterher wie frisch geputzt. Im Urlaub ist die Kombi Meerwasser und Sandstrand ganz klasse. Allerdings wird man da auch häufig unfreiwillig paniert durch ein unglückliches Zusammenspiel von Sonnencreme, Sand und Wind.

Es gibt verschiedene Arten von Peelings:

Mechanische Peelings, chemische Peelings und Enzympeelings. Bei dem oben genannten handelt es sich um ein mechanisches Peeling.

Bei diesen Peelings geht es recht simpel darum, die Mikrozirkulation und Hautregeneration anzuregen und Verhornungen abzutragen. Meine Mutter hat das noch mit einer groben Bürste in der Badewanne gemacht. Es geht aber auch komfortabler.

Grundsätzlich gibt es immer ein sogenanntes Putz- oder Reibekörperchen, das mit einer pflegenden Komponente aufgetragen und hinterher mit Wasser abgespült wird. Es handelt sich z. B. um gemahlene Kerne oder Schalen von Früchten, Kaffeemehl, Meersalz, Zucker, Kunststoffpartikel, Heilerden oder ähnliches. Je scharfkantiger diese Putzkörperchen sind, desto unempfindlicher sollte die Haut sein. Wenn die Haut empfindlich ist, z. B. bei Rosacea-Patienten, wird generell von mechanischen Peelings abgeraten. Zu häufig sollten sie aber auch bei gesunder Haut in keinem Fall durchgeführt werden.

Klar, mechanische Peelings gibt’s fertig aus der Tube, von so ziemlich jedem Kosmetikhersteller. Wichtig ist in dem Fall nur: Woraus sind die Putzkörperchen? Im günstigsten Fall handelt es sich um die genannten natürlichen Inhaltsstoffe wie gemahlene Aprikosen- oder Olivenkerne, Mandelkleie o. ä. Wenn ihr Pech habt, ist es Mikroplastik. Das bezeichnet der BUND in einer sehr lesenswerten Info-Broschüre passenderweise als „ökologisches Desaster“. Gilt natürlich nicht nur für Peelings, sondern für alle möglichen Pflegeprodukte. Ihr wollt wissen, ob eure dabei sind? Einfach hier klicken. Aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

Kunststoffe erkennen

Die häufigsten Kunststoffe in Kosmetika sind (in Klammern jeweils die Abkürzung):
Polyethylen (PE)
Polypropylen (PP)
Polyethylenterephthalat (PET)
Nylon-12 (Nylon-12)
Nylon-6 (Nylon-6)
Polyurethan (PUR)
Acrylates Copolymer (AC)
Acrylates Crosspolymer (ACS)
Polyacrylat (PA)
Polymethylmethacrylat (PMMA)
Polystyren (PS)
Polyquaternium (PQ)

Übrigens: In zertifizierter Naturkosmetik darf Mikroplastik nicht vorkommen, in dem Fall muss man also keine Listen studieren. Meine ganz private DIY-Peeling-Variante ist übrigens sehr simpel: Bodylotion bzw. Gesichtscreme und Zucker – viel Spaß damit!

Unbedingt Sonnenschutz verwenden

Ein wichtiger Hinweis noch: Generell ist bei allen Peelings darauf zu achten, dass die Haut nach einer Anwendung lichtempfindlicher ist – also unbedingt immer Sonnenschutz verwenden!

Liebe Grüße, 

Martina

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