Häschen, hüpf!

Zwischenbericht aus meinen veganen Kosmetik-Recherchen: Ich träume inzwischen von hüpfenden Häschen, Tapeten voller Veganblümchen und kleinen dicken Honigbienen, die angesummt kommen und mir wortreich erklären, dass sie das mit der Ausbeutung echt nicht ok finden. Herrjeh!

Mit vielen Produkten, die ich zwischenzeitlich ausprobiert habe, bin ich leider überhaupt nicht zufrieden. Manche Produkte werden extra damit beworben, dass sie vegan sind (und sind es dann auch tatsächlich), enthalten aber richtig fiese Inhaltsstoffe, die man keinesfalls auf der Haut haben möchte. Man kann also lediglich entscheiden, welches Übel man nun schlimmer findet! Für Fans der griechischen Sagenwelt: Das ist ein bisschen wie die Wahl zwischen Skylla und Charybdis …

Von einer Foundation – die mir auf den ersten Blick richtig klasse erschien – habe ich einen bösen Ausschlag bekommen und war gar nicht begeistert. (Das heißt natürlich nicht, dass das Produkt für jemand anderen mit weniger sensibler Haut nicht ganz toll sein kann. Ich nehme aber grundsätzlich nichts in meinen Koffer, was ich selbst nicht vertrage. Punkt.)

Andere Produkte werden als vegan beworben und sind es dann aber gar nicht, weil sie unübersehbar Bienenwachs, Wollwachs o. ä. enthalten. Das nervt natürlich auch, wenn Hersteller oder Shopbetreiber ihre Hausaufgaben nicht richtig machen. Klar ist es toll, wenn Produkte gekennzeichnet sind (darüber hatte ich ja hier schon kurz berichtet). Ist die Kennzeichnung dann aber falsch und man muss doch wieder INCIs studieren, ist natürlich nichts gewonnen.

Nachdem die Pinselumstellung ein voller Erfolg war (inzwischen komplettieren ein paar Pinsel von Everyday Minerals mein Arbeits-Set), dachte ich, alles andere wird auch ein Klacks. Weit gefehlt. Ich bin ein winziges bisschen frustriert …