China oder nicht China?

Wer meinen Blog schon länger liest, weiß, dass Logona und Lavera zwei Naturkosmetik-Marken sind, die ich sehr mag und von denen ich haufenweise Produkte zuhause habe. Um so interessanter ist der Verlauf der letzten Monate:

Nachdem Logocos (die Mutterfirma von Logona) sich gerade erst entschieden hatte, nach China zu exportieren, gab die Firma in einer Pressemitteilung Ende November den sofortigen Rückzug vom chinesischen Markt bekannt. Da Tierversuche für Kosmetik in Festlandchina nach wie vor obligatorisch sind, gibt jeder, der in China verkaufen will, also faktisch (im Umweg über die chinesische Regierung) Tierversuche in Auftrag. Für ein Unternehmen wie Logocos, die ihre Verantwortung und ihre hohen Ansprüche gegenüber Umwelt, Natur, Produktqualität und Menschlichkeit in ihrer Firmenphilosophie deutlich betonen, eigentlich ausgeschlossen. Warum sich Logocos überhaupt dem Hin und Her des „Wir verkaufen auch in China“ „Ach nein, machen wir doch nicht“ ausgesetzt hat, bleibt fraglich. Das Endergebnis ist aber zweifelsfrei begrüßenswert.

Und nicht nur das: Durch die hohen Wogen, die der Schritt in der Öffentlichkeit geschlagen hat, hat nun auch der BDIH reagiert und in einer Pressemitteilung erklärt, dass alle Hersteller, deren Produkte das Kontrollzeichen des BDIH tragen, darüber informiert wurden, dass durch Exporte in die Volksrepublik China die Konformität mit dem BDIH-Standard gefährdet wird. Das ist doch mal eine Aussage!

Im gleichen Zuge ist auch Lavera zurückgerudert und hat am Donnerstag bekannt gegeben, sich ebenfalls vom chinesischen Markt zurückzuziehen, wie bei eco-world zu lesen ist.

Alles in allem eine prima Entwicklung, obwohl es natürlich schade ist, dass die Verlockungen des chinesischen Marktes so groß sind, dass es zumindest (fast) alle „mal versuchen“. Wir werden sehen, wie’s weitergeht. Wer sich intensiver in die Thematik einlesen will, dem sei dieser Artikel empfohlen.